Einlass: 18:30 Uhr
Beginn: 19:30 Uhr
VVK: ab 40,00€
AK: ab 45,00€


WDR Big Band feat. Mark Lettieri
WDR Big Band meets Mark Lettieri Group (mit der geballten Kraft der Snarky Puppy Rhythm Section)
Mark Lettieri – Gitarre
Wes Stephenson – E-Bass
Jason „JT“ Thomas – Schlagzeug
Daniel Porter_keys
Billy Test_piano
+ WDR Big Band
Leitung: Jörg Achim Keller
Auf dem Papier scheint die Rechnung einfach: Mark Lettieri(…) plus Jason „JT“ Thomas, das ergibt geballte Fusion-Power, quasi „Snarky Puppy ohne Bläser“. Dazu gesellen sich mit Wes Stephenson am Bass und Daniel Porter an den Keyboards weitere Musiker aus der Texas Szene und damit dem erweiterten Umfeld von Snarky Puppy. Addiert man statt Snarky Puppy nun die WDR Big Band mit ihren brillanten Bläsern hinzu, müsste sich in der Summe also ein irgendwie verwandtes Klangspektrum ergeben. Was sich nur zu schnell als Milchmädchenrechnung herausstellt: Zweifellos garantiert die spektakuläre Formation „WDR Big Band + Snarky Puppy Rhythm Section“ ein Höchstmaß an Power und Energie, und doch dürfte das musikalische Resultat etwas völlig Neues, womöglich sogar bislang Ungehörtes bringen – ein Großensemble der neuen Art: The New Funky Side of Things!
Tatsächlich ist Gitarrist Mark Lettieri, dessen Musik hier zu Gehör gebracht wird, einer der stilprägenden Snarky-Puppy-Musiker, und auch Jason Thomas trägt in der üppig besetzten Schlagzeug- und Percussion-Abteilung zum unverwechselbaren Gruppenklang bei. Wuchtig, oft ekstatisch mäandert die Fusion-Jazz-Rock-Formation aus Texas mit coolen Bläsersätzen, donnerndem Schlagwerk, rockiger Gitarre und klirrenden Keyboard-Attacken durch mal lyrische, mal groovende Texturen. Alle beteiligten Gastmusiker verfolgen zudem ihre eigenen Projekte, die eines verbindet: Zwischen Jazz, Blues, Funk, Fusion, fließenden Harmonien und Melodien machen sie einfach gute Musik. Und dies auch im gemeinsamen Trio, in dem Lettieris geniale Gitarrenentwürfe surrend über Stephensons coolen Lines auf dem fünfsaitigen E-Bass und Thomas‘ tightem Rhythmus dahingleiten.
Und die WDR Big Band? Immer schon erforschte der mächtige, schlicht alles könnende Klangkörper so selbstbewusst wie ergebnisoffen seine großorchestralen Ausdrucksmöglichkeiten zwischen Tradition und Moderne. Nachdem sie 2019 zusammen mit Snarky-Puppy-Mitbegründer Bill Laurance ein phänomenales Konzert in der Philharmonie spielte, folgt nun mit Mark Lettieri und seinen Kollegen quasi eine Art Fortsetzung. Überraschungen und unvorhersehbare Wendungen sind garantiert! Arrangiert von Michael Abene und dirigiert von Jörg Achim Keller.

Finn Heine
Musik – und besonders meine Leidenschaft für den Jazz – prägt mein Leben seit vielen
Jahren. Seit meinem sechsten Lebensjahr steht die Gitarre im Mittelpunkt meines Alltags.
Ein prägendes Erlebnis für mich war 2017, damals fünfzehnjährig, ein Konzert der hr-Bigband
mit Musik von Jim McNeely. Dieses Konzert hat mein Interesse an großen Besetzungen und
der Verbindung von Gitarre, Kompositon und Arrangement nachhaltig geprägt.
Durch das Pre-College-Studium am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt, schon parallel zu
meiner gymnasialen Oberstufe, konnte ich meine Begeisterung für Jazzgitarre und Musik
allgemein bereits früh vertefen.
Mit Martin Scales, Anke Helfrich und Heinz Dieter Sauerborn, habe ich Dozenten, die mein
Interesse für den Jazz, nach wie vor, fundamental bereichern.
Von 2021 bis 2023 war ich Stipendiat im Composers Fellowship Programm der WDR Big
Band, wo ich wöchentlich Unterricht bei Florian Ross erhielt. Diese Zeit war unglaublich
bereichernd und gab mir wertvolle Einblicke in das professionelle Musiker- und Arrangeur-
Dasein. Besonders die Reading- Sessions mit der WDR Big Band und die Möglichkeit, eigene
Kompositonen zu präsentieren, haben mich sowohl als Komponist als auch als Musiker
enorm weitergebracht.
Ein besonderer Höhepunkt war die Einladung, im Rahmen des „Composer in Residence“-
Programms von Vince Mendoza, eine eigene Komposition für die WDR Big Band zu schreiben
und diese im Großen Sendesaal in Köln selbst zu dirigieren.
Parallel zu meiner Tätigkeit als Gitarrist und Komponist habe ich eigene musikalische
Projekte initiert: Mit meiner Band Quartertone nahm ich 2023 mein erstes Album auf, bei
dem Jan Wessels und Nils Landgren als Gäste mitwirkten.
Ein besonderer Moment war die Einladung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier
zu einem Wandelkonzert im Schloss Bellevue. Kurz darauf spielte ich mit Quartertone bei
renommierten Festivals wie Jazzbaltica und den Jazzopen Stuttgart, wo wir als Opener für
Branford Marsalis und Arturo Sandoval autraten.
Mit meiner zweiten Band, dem Discovery Collective, gewann ich 2022 den ersten Preis des
Future Sound Wettbewerbs der Leverkusener Jazztage und traten 2023 dort vor Bill Frisell
und John Scofield auf. Im Sommer 2024 spielte ich mit Discovery Collective erneut bei den
Jazzopen Stuttgart und eröffneten den Abend für Marcus Miller und Richard Bona.
Im Frühjahr 2025 werde ich mit meiner Band die erste CD im Hansahausstudio aufnehmen,
die unter dem Label Jazzline Leopard Records veröffentlicht wird, mit Joachim Becker als
Produzenten.
20232-2024 war ich Mitglied im Bundesjazzorchester und spielte u. a. Konzerte mit der WDR
Bigband, Nils Landgren, Max Mutzke, David Garett und Jonas Kaufmann.
Im Oktober 2024 habe ich den Wechsel in den Bachelorstudiengang vollzogen, um meine
musikalischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln und meine theoretischen Kenntnisse zu
erweitern.
Seit Oktober 2024 leite ich meine eigene Big Band, das Traumfabrik Jazzorchester, für das ich
Arrangements und Kompositonen schreibe. Im Juli 2025 werde ich zusammen mit Florian
Ross ein Programm für das Orchester gestalten und es mit neuen Musikstücken
weiterentwickeln.
Derzeit schreibe ich zwei Autragskompositionen für große Besetzungen zum 40-jährigen
Jubiläum des Landesjugendjazzorchesters Hessen.
Mit meiner Musik strebe ich danach, neue Klangwelten zu schaffen und in verschiedenen
musikalischen Kontexten zu experimentieren.
Die Vielfalt der Genres, die Dynamik des Jazz und die Möglichkeit, die Gitarre als
erzählerisches Werkzeug zu nutzen, sind die treibenden Kräfte in meiner künstlerischen
Arbeit.

