GREGORY PORTER | Okan Ersan & Noise Adventures

Highlight
  • Einlass: 19:00 Uhr

  • Beginn: 20:00 Uhr

  • VVK: 69,80 €

  • AK: 75,00 €

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Besetzung:
Gregory Porter
– vocals
Albert ›Chip‹ Crawford – piano
Jahmal Nichols – bass
Emanuel Harrold – drums
Tivon Pennicott – saxophone

GREGORY PORTER

Es gibt nur wenige Künstler, die es schaffen, Musik zu machen, die zeitlos und zugleich doch vollkommen zeitgenössisch ist. Der Sänger und Songwriter Gregory Porter gehört ganz sicher in diese Kategorie. Mit “Take Me To The Alley”, dem heißerwarteten Nachfolger seines sensationellen Blue-Note-Debüts “Liquid Spirit”, festigt er nun seinen Ruf, der beeindruckendste Jazzsänger und Songwriter seiner Generation zu sein. In seiner erstaunlichen Karriere hat Porter immer wieder seine Fähigkeit gezeigt, Genregrenzen zu überschreiten und Hörer jeglicher musikalischer Couleur zu erreichen. Die Musik des neuen Albums spiegelt wider, wie sehr Porter in der jüngeren Vergangenheit, in der er wegen seines enormen internationalen Erfolgs fast pausenlos auf Tournee war, als Künstler und Mensch gewachsen ist. Erst kürzlich zog der Sänger mit seiner Familie von Brooklyn zurück in seine Heimatstadt Bakersfield in Kalifornien, um wieder näher bei seinen Geschwistern zu sein. “Die Intensität des Tourneelebens hat in mir das Verlangen nach mehr Bodenständigkeit geweckt”, erklärt er den Schritt.

Nach “Liquid Spirit” – dem meistgestreamten Jazzalbum der Gegenwart, für das Gregory Porter hochgelobt und das mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde (Grammy für das beste Jazzvokalalbum) fand er im Herbst 2015 endlich die Zeit, ins Studio zurückzukehren, um ”Take Me To The Alley” aufzunehmen. Wie schon bei den drei vorherigen Alben, tat er sich auch diesmal mit dem Produzenten Kamau Kenyatta zusammen, um eine Kollektion von beeindruckenden Originalen zu erschaffen, in der er sich ebenso mit persönlichen Dingen wie mit politischen Themen auseinandersetzt.

Auch sonst verlässt sich Porter wieder auf vertraute Gefährten: Denn Pianist Chip Crawford (der zusätzlich als musikalischer Leiter der Band agiert), Trompeter Keyon Harrold, Altsaxophonist Yosuke Sato, Tenorsaxophonist Tivon Pennicott, Bassist Aaron James und Schlagzeuger Emanuel Harrold wirkten schon an der Einspielung seiner beiden letzten Alben mit. Neu dabei sind hingegen die Sängerin Alicia Olatuja und der tschechoslowakische Hammond-Organist Ondřej Pivec.

Inspiriert zu diesem Album wurde Gregory Porter u. a. von seiner Familie: Die unglaubliche Liebe, Aufmerksamkeit und Ermunterung, die Gregory stets von seiner verstorbenen Mutter Ruth zuteil wurde, prägt die heitere Ballade “More Than A Woman”, “In Heaven”, geschrieben von Gregorys Kusine Darlene Andrews, ist ein optimistisches Lied, das die Porters oft sangen, wenn sie von einem verstorbenen Familienmitglied Abschied nehmen mussten, zwei Songs widmet er seinem Sohn Demyan.

Aber auch gesellschaftspolitische Kommentare, wie sie Porter früher schon in Songs wie “1960 What?” und “Musical Genocide” abgegeben hatte, spielen in der Arbeit des Sängers nach wie vor eine integrale Rolle. Teilweise motiviert wurde er zu “Take Me To The Alley“, einmal mehr durch seine Mutter, die Bedürftigen oft Essen und Unterkunft bot. Porter singt, dass man die kollektive Energie, die man in den Empfang solcher Würdenträger (Papstbesuch in New York) steckt, besser den Armen und Unterdrückten widmen sollte. In anderen Songs ruft er zum energischen, aber gewaltfreien Protest gegen die vielen Ungerechtigkeiten auf.

Seine romantische Ader lebt Porter in anderen Songs aus. Etwa in dem schwelenden Stück “Consequence Of Love”, einer Midtempo-Ballade, die von der Kraft und Irrationalität der Liebe handelt. “Liebe hat ihre eigenen Regeln. Aber manchmal stellen wir uns ihr, beeinflusst von politischen und ethnischen Differenzen oder pubertärem Denken, in den Weg. Wann immer zwei Menschen sich lieben, sollte man sie einfach lassen”, sagt Porter.

Auf “Take Me To The Alley” präsentiert sich Gregory Porter als vielseitiger, einfühlsamer Sänger und Songwriter, der mit beiden Beinen fest im Hier und Heute steht, dabei aber gleichzeitig das Erbe des klassischen Jazz und Soul pflegt.

Lassen wir uns überraschen, welche Seiten er auf der Forumbühne zeigt…

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Besetzung:
Okan Ersan – Gitarre
Oytun Ersan –
Bass
Eckhard Meszelinsky
  – Saxofon
Christian Dellacher – Piano
Jan Niemeyer – Schlagzeug

Okan Ersan & Noise Adventures

 Früher, da standen sie noch auf verschiedenen Seiten: Eckhard Meszelinsky war derjenige, der zuhörte und sein Gegenüber, den Musiker Okan Ersan, einlud, bei seinem international renommierten Festival aufzutreten. Also kam der Ausnahmegitarrist aus Zypern zu den Leverkusener Jazztagen. Verquickte dort Jazz, Rock und die Klänge seiner südeuropäischen Heimat zu einer wunderbar dahingleitenden und den Hörer umschmeichelnden Neo-Folk-Version des Fusion. Und Eckhard Meszelinsky, der Festivalchef mit Hut, freute sich über einen weiteren Künstler, der die Relevanz der Jazztage inmitten eines heutzutage immer unübersichtlicher wuchernden Musikzirkus bestätigte. Der Grundstein war gelegt. Nach und nach entstand eine Freundschaft zwischen den beiden Männern. Die Musik als verbindende Leidenschaft tat ihr magisches Werk. Und heute stehen Eckhard Meszelinsky und Okan Ersan folgerichtig zusammen da. Auf einer Seite. Auf der Seite, auf der sie beide hinter und an den Instrumenten sind. Die Musikliebhaber haben ihre Positionen justiert und aneinander angepasst – und machen jetzt gemeinsam das, was ihnen am liebsten ist: Jazz. Rock. Folk. Fusion also World Musik im wahrsten Sinne des Wortes.

Eckhard Meszelinsky brachte seine neue Formation Noise Adventures um ihn selber als Mastermind und Saxofonisten, Christian Dellacher als Arrangeur und Pianisten sowie Jan Niemeyer als Schlagzeuger in diese Verbindung hinein. Okan Ersan wiederum holte seinen Bruder Oytun Ersan am Bass hinzu. Und dann setzten sich diese fünf Vollblutmusiker mit den beiden Freunden und Jazz-Euphorikern aus Leverkusen und Nikosia als Mittelpunkt in Zypern zusammen, gaben sich eine Woche lang den Klängen und Tönen hin – und begründeten eine neue Zeitrechnung. Denn: Aus Kompositionen Eckhard Meszelinsky`s und Okan Ersan`s bauten – oder vielmehr: erspielten – sie sich ein Gerüst, ein Programm aus Songs, das sie im November live präsentieren werden. Und das vielleicht auch den Weg auf einen Tonträger finden wird. Die Stücke, derer sich das Quintett in Okan Ersans Studio in Nicosia gemeinsam improvisierend und im Rahmen mehrerer Jam-Sessions bemächtigte, stammen vom Album „A Rebourn Journey“ des Zyprioten sowie von jenen Platten, die der ehemalige künstlerische Leiter der Leverkusener Jazztage mit seinen Bands Noise Adventures („One“, 2016) und Blue Deja Vu („Blue Deja Vu“, 2015) eingespielt hatte. Herausgekommen ist ein Programm von Songs, die auf der Bühne flirren und knistern und beim Zuhörer das Kopfkino anwerfen werden. Es geht um „Lefkosa nights“ und „Open water“, um „Istanbul without midnight“ und „The mediterranean breeze“, um die das Leben bejahende Aufforderung „Run for you life“ und die unmissverständliche Ansage Eckhard Meszelinskys „The noise starts“. Der „noise“, der gar nicht so krachig sondern eher tief emotional und sanft aufwühlend ist. Und die mit ihm einhergehenden „Adventures“, die Abenteuer, von denen das neueste gerade erst begonnen hat – mit fünf Musikern in Zypern, die zu Freunden wurden.