• Einlass: 18:30 Uhr

  • Beginn: 19:30 Uhr

  • VVK: 40,00 €

  • AK: 00,00 €

Randy Brecker – trumpet
Nils Landgren – posaune/vocals
Bill Evans – Saxophones/vocals
Simon Oslender – hammond B3
Christopher Dell – vibes
Wolfgang Haffner – drums

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Wolfgang Haffner´s Dreamband

»Ich habe einen Traum« heißt eine Serie in der Wochenzeitung Die Zeit. Es ist ein berühmtes Zitat des afrikanisch-amerikanischen Bürgerrechtlers Dr. Martin Luther King, Jr., das in diesen Artikeln Politiker, Künstler, Sportler und andere Träumer anregt davon zu erzählen, was sie denken und wovon sie träumen. Würde man Wolfgang Haffner nach seinen Träumen befragen, kämen als Antwort fünf Namen – aus all den tausenden, oft weltberühmten und sagenumwobenen, mit denen Deutschlands »bester« (Die Welt), »coolster« (ARD ttt) und »wichtigster Drummer seiner Generation« (Süddeutsche Zeitung) schon gespielt hat. Ja, man kann ziemlich sicher sein: der 55-jährige würde die fünf Musiker nennen, die jetzt seine Dreamband ausmachen mit der er im November 2021 auf Jazz Nights-Tour geht.

Eigentlich ist Wolfgang Haffner kein Frontmann. Er findet es »herrlich«, wie er erst kürzlich in einem Interview sagte, im Hintergrund die Strippen zu ziehen. Denn: »Eine Band, die gut klingt, hat immer einen guten Schlagzeuger« Die über 400 Alben auf denen er in dieser Funktion zu hören ist, geben ihm Recht. Dass seine Karriere mit 18 begann, als ihn Albert Mangelsdorff in seine Band holte, dass ihn einige Jahre später Klaus Doldinger zu Passport holte, wo er elf Jahre lang mehr als nur den Takt angab, spricht Bände. Mit so unterschiedlichen Stars wie Chaka Khan oder Nightmares On Wax, Al Jarreau oder Die Fantastischen Vier, Michael Wollny oder Pat Metheny, Jan Garbarek, Hildegard Knef und vielen, vielen mehr war Wolfgang Haffner im Studio oder live unterwegs. Letzteres quer durch Europa, von Südafrika über die USA bis Brasilien, insgesamt in einhundert Ländern. Sechzehn Soloalben hat der ECHO-Preisträger während seiner bald vierzig Jahre andauernden Karriere veröffentlicht. Sie landeten immer weit oben in den Jazzcharts und oft sogar in den Popcharts.

Mit Wolfgang Haffners Dreamband schlägt der Musiker jetzt ein neues Kapitel auf. Aus den USA, aus Schweden und Deutschland kommen im November 2021 die Musiker für diese Jazz Nights zusammen. Sie alle sind Virtuosen ihres instrumentalen Fachs, Leader eigener Bands, erfahrene Jazz-Koriphäen, so unterschiedlich wie perfekt passend, auch wenn der Altersunterschied auch mal über fünfzig Jahre reicht. Und sie sind gute Bekannte, ja, Freunde von Wolfgang Haffner. Ganz oben auf der Liste steht der Trompeter Randy Brecker, mit dessen super-tighther Fusion-Formation mit Bruder Michael namens Brecker Brothers der Drummer auch schon live gespielt hat. Der inzwischen 75-jährige ist mehrfacher Grammy-Gewinner und ein lebendiges Beispiel für die integrative Energie des Jazz –er war Gründungsmitglied von Blood, Sweat & Tears und spielte in den Gruppen von Jazz-Helden wie Art Blakey, Horace Silver oder Charlie Mingus, aber auch mit Stevie Wonder, Bruce Springsteen, Frank Zappa oder Jaco Pastorius. All das und mehr lebt und atmet Randy Brecker in jeder gestochen scharfen Note seines Trompeten-Spiels. Der zweite Brass-Bolide in dieser Traumband ist kein geringerer als »The Man With The Red Horn«, sprich: der schwedische Posaunist und Sänger Nils Landgren. Der vielfach preisgekrönte Leiter der Nils Landgren Funk Unit ist einer der erfolgreichsten europäischen Jazzmusiker, von Stationen bei ABBA über Auftritte mit Herbie Hancock oder The Crusaders bis zu umjubelten eigenen Projekten, auch mit Kollegen wie Joe Sample oder Till Brönner. Dass Landgren erste musikalische Gehversuche am Schlagzeug machte und für Haffners Album ›Shapes‹ vor gut 15 Jahren sogar als Co- Produzent verantwortlich zeichnete, dürfte der gemeinsamen Sache auch förderlich sein. Diese Musiker verstehen sich, auch abseits der Bühne, was ihrem innigen, intuitiven Zusammenspiel zudem Intimität verleiht. Der dritte Mann in der Horn-Section ist ebenfalls ein guter und langjähriger Kollege: der amerikanische Saxofonist Bill Evans, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Pianisten. Früh gefördert von Miles Davis – der Ritterschlag schlechthin im Jazz – hat sich Evans einen hervorragenden Ruf als kraftvoller Melodiker im modernen Fusion-Olymp erspielt. Auf seinen mehr als zwanzig Alben als Leader ist übrigens immer wieder auch Randy Brecker zu hören. Und zu Bill Evans seit 2018 bestehender Band Spykillers gehören auch Wolfgang Haffner und der Junior dieser Traumband, der Keyboarder Simon Oslender. Der 22-jährige Aachener, der ebenfalls ursprünglich Schlagzeugunterricht bekam, spielt seit seinem fünften Lebensjahr Hammond Orgel, inzwischen auch alle erdenklichen Keyboards und Piano, und hat 2020 nicht nur sein Debütalbum als Leader veröffentlicht, sondern ist auch auf dem im selben Jahr erschienenen Album ›Kind of Tango‹ von Wolfgang Haffner zu hören. In dessen Band er seit mindestens zwei Jahren fest engagiert ist. Last but not least komplettiert der »führende Vibrafonist seiner Generation«, so das Reclam Jazz Lexikon, diese Traumbesetzung. Dass Christopher Dell neben seiner Erfahrungen mit der NDR Bigband, mit internationalen Ikonen wie Benny Golson, Kenny Wheeler oder Lee Konitz auch als »Professor für Urbane Wissensformen und Organisationstheorie« lehrt, könnte dafür sorgen, dass der 55-jährige an seinem Schlaginstrument ebenfalls die eine oder andere Strippe zieht.

Man kommt ins Träumen, wenn man sich nur vorstellt, was diese fünf Musiker in den zwei Wochen ihrer republikumspannenden JazzNights Tour auf die Bühne bringen werden. Die Fans eines jeden einzelnen Bandmitglieds werden neue Seiten an ihren Stars entdecken und gemeinsam mit ihnen eine Art Jam-Session 2.0 feiern, bei der das Ganze, diese Bandbreite von Cool-Jazz über Soul-Grooves und Funk bis zu Haffners ›Kind of Tango‹, mehr ergibt als die Summe seiner Teile. Keine Frage: Es wird ein Ereignis, nicht nur für Wolfgang Haffner, den Leader dieser hochkarätigen Dreamband, sondern vor allem für das Publikum, dem der Superdrummer und seine fünf Mitmusiker im Verlauf dieser JazzNights reichlich Stoff zum faszinierten Fantasieren liefern werden. Wach ich oder träum ich? Beides, völlig klar.

Piano: Alberto Díaz Castillo
Bass: Carlos Josué Remis Lorenzo
Drums: Michael Mischl

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Trímar

Das preisgekrönte Trio, um die Musiker Michael Mischl, Alberto Díaz Castillo und CarlosJosué Remis Lorenzo steht für energielgeladenen und groovenden Latin Jazz. Schon 4 Monate nach Gründung der Band gewann TRÍMAR im November 2020 den Future Sounds Wettbewerb im Rahmen der Leverkusener Jazztage.

Der Pianist Alberto Díaz Castillo, geboren und aufgewachsen in Kubas kulturellem Zentrum Havanna, ist ein Meister seines Handwerks. Gekonnt vermischt er die kubanische Tradition mit der Moderne, Klassik, Jazz, Fusion und Afro in seinen Kompositionen. Díaz spielt unter anderem mit Kim Barthts „Cuban Jazz Unit“ und Orlando Valles (Maraca) Quartett.

Das tiefe Fundament der bewegten Musik legt der Bassist Carlos Josué Remis Lorenzo. Auch er stammt aus Kuba oder genauer Pinar del Rio. Schon in Kuba spielte er mit allen Stars der dortigen Musikszene und setzt dies nun in Europa fort. Auf der Liste seiner Kollaborationen stehen Namen wie Orlando Valle und Mayito Rivera.

Einziger deutscher im Bund ist der Karlsruher Schlagzeuger Michael Mischl, was man jedoch nicht im Traum erahnen könnte, wenn man nur die Augen schlösse und den südamerikanischen Rhythmen lausche, die er seinem Instrument entlockt. Zu hören gibt es diesen feurig heißen Sound auch in seiner eigenen Band, D ́Cuba Son, die er mit seiner Frau Claudia Sánchez Duquesne leitet. Mindestens ebenso versiert ist er im Bereich Jazz, was er bei zahllosen Auftritten und internationalen Preisen mit dem Jan Prax Quartett immer wieder unter Beweis stellte.

Eben diese Mischung aus dem traditionellen Afro-Kubanischen Sound Südamerikas, des Modern Jazz Nordamerikas und der Europäischen Klassik macht den Charme der Band
aus. Die drei Klangkünstler wollen ihre Zuhörer mitnehmen auf eine Reise um die Welt und ihnen die Vielfalt der Musik näher bringen. Da ist garantiert für jeden Musikgeschmack etwas dabei!