• Einlass: 19:00 Uhr

  • Beginn: 19:30 Uhr

  • VVK: 29,00 €

  • AK: 32,00 €

American Cajun, Blues & Zydeco Festival

Das Festival findet im Herbst 2020 zum 19. Mal statt und hat sich zum Bekanntesten dieser Art in Deutschland entwickelt. In Europa zählt es für die Fans neben drei ähnlichen Festivals in F, NL und UK zu den Highlights des Cajun & Zydeco Jahres. Eine Eintrittskarte für das Festival ist nur ein Bruchteil dessen, was eine Reise in das MississippiDelta kostet und man hat mehr als drei Stunden lang die perfekte Illusion in das quirlige Leben dort eingetaucht zu sein. All die eingeladenen Künstler sind in den Clubs von New Orleans bis Lafayette angesagte Größen und fast alle zum ersten Mal in Deutschland zu hören.

Was sind denn aber diese drei exotisch anmutenden Musikstile die im Namen des Festivals stehen? Haben sie eine Geschichte? Ja! Und was für eine!! Als die ersten „Acadians“ – also europä ische Auswanderer französischer Abstammung – zwangsweise 1755 von den Briten aus Kanada vertrieben wurden, weil sie nicht derbritischen Krone angehören wollten, wurden sie in den unwirtlichen Sümpfen von Louisiana angesiedelt. Sie brachten französische Akkordeon-Musik und Lieder mit. Diese vermischten sich mit dem Blues der schwarzen Plantagensklaven aus Afrika und den wilden Polyrhythmen der Karibik. So entstand also Cajun & Zydeco als eine Fusion mehrerer Kulturen. Ein gutes Jahrhundert musste ins Land gehen, bevor man dafür den Begriff Weltmusik kreierte. Später entwickelte sich daraus auch der R&B sowie Rock’n’Roll. Das lebensbejahende Gefühl oder auf Französisch „laissez les bons tempsrouler“ zaubert das American Cajun, Blues & Zydeco Festival auf die Bühne. Würden die Alligatoren draußen vor den Fenstern schwimmen, man könnte sich wie irgendwo am Bayou fühlen. Die Temperaturen können bei großem Publikumsandrang wie im tropischen Louisiana sein. Bei so einer Hitze braut sich schnell was zusammen und wie bei einem Wirbelsturm entlädt sich dieses aufgestaute Lebensgefühl in einer
euphorischen Session. Mit dieser geht das Festival immer zu Ende: wild, fröhlich, schwitzend, laut und lebenslustig.

Zur Webseite von Rusty Metoyer.

Rusty Metoyer & The Zydeco Krush

‚Rusty Metoyer & The Zydeco Krush‘ ist eine junge, energiegeladene Zydeco-Band aus Lake Charles, LA. Das Repertoire umfasst kreolisch-französische Traditionals bis hin zu aktueller Zydeco Musik. Das ist eine stimmige Mischung aus alt und neu. Das Publikum tanzt und hat eine richtig gute Zeit! Weil ihre Musik ein starkes Lokalkolorit hat, werden sie von ihren Fans zu Hause auch als „The Spirit of Lake Charles“ bezeichnet.

Bandleader ist der 28-jährige Rusty Metoyer, ein junger Autodidakt aus Lake Charles. Rusty wuchs mit den musikalischen Einflüssen seiner Onkel und seiner beiden Großväter auf. Auch sie waren autodidaktische Musiker in Sachen Zydeco, Jazz und Blues. Er nahm das Akkordeon erst im Alter von 14 Jahren in die Hand, nachdem beide Großväter verstorben waren. Da hatte er das Gefühl, dass jemand die Tradition in der Familie weiterführen müsse. Seinen Wurzeln treu geblieben, lernte Rusty das Akkordeonspiel im traditionellen Stil der lokalen Musik und Rusty Metoyer & The Zydeco Krush ist leidenschaftlich bemüht, sein kreolisches Erbe lebendig zu halten. Auch andere Instrumente wie Schlagzeug, Gitarre,
Waschbrett und Bass hat sich Rusty selbst beigebracht. Bald haben sich rund um den charismatischen Youngster weitere Musiker zu der Zydeco Krush Band zusammengefunden. Sie haben bisher zwei Alben veröffentlicht: ‚Take My Hand‘ und ‚In Due Time‘. Rusty ist auch Mitglied der kreolischen Supergruppe ‚Creole United‘, in der die erfahrenen kreolischen
Musiker Ed Poullard und Lawrence Ardoin mitwirken. Metoyer wurde 2016 vom Southwest Louisiana Convention & Visitors Bureau mit dem „Lasting Impression Award“ ausgezeichnet und gewann den Preis für den „Best New Artist“ bei der 5. Zydeco Music & Creole Heritage Awards Ceremony 2017. Metoyer wurde auch in einer Episode von „Queen Sugar“ des Oprah Winfrey Networks als Zydeco-Musiker gecastet. Rusty Metoyer & The Zydeco Krush spielen zum ersten Mal in
Deutschland beim „ACBZF“ 2020.

Zur Webseite der Daiquiri Queens.

Daiquiri Queens

Daiquiri Queens – das ist Frauenpower aus Louisiana. Der lokale Cocktail ist Namensgeber dieser erfrischenden Band. Ihre Musik ist genau so raffiniert und betörend gemixt wie der Cocktail, der dem Bandnamen Pate war. Inspiriert von der frühen Cajun­ und kreolischen Musik, spiegelt der Sound der Daiquiri Queens das einzigartige musikalische Erbe ihrer Heimat Süd­Louisiana wieder. Mehrstimmiger Gesang, abge­hangenes Akkordeonspiel und melodische Twinfiddle erinnern an vergangene Zeiten, als der Tanzsaal noch König war. Seit ihrem Debüt beim ‚South Louisiana Blackpot Festival 2017‘ Daiquiri Queens Foto: Sarrah Danziger ‘Cajun Hipsters’ sind die Daiquiri Queens beim ‚New Orleans Jazz and Heritage Festival‘, dem ‚Old Tone Roots Music Festival‘ in NY und dem ‚Festival International de Louisiane‘ in Lafayette aufgetreten. Sie sind inzwischen Favoriten bei nächtlichen Tanzveranstaltungen und Festivals gleichermaßen. Man schätzt das Sextett für seine lebhaften Auftritte und die bodenständige Herange­ hensweise an die traditionelle Musik Louisianas mit französi­schen Wurzeln. Bei den Cajun Music Awards 2020 sind sie nominiert in der Kategorie ‚Best Cajun Artists‘. Das ACBZFist stolz, sie zu ihrem Debüt nach Europa zu holen.

Zur Webseite von Michael Juan Nunez & Roddie Romero.

Michael Juan Nunez & Roddie Romero

Der dreimal für einen Grammy nominierte Roddie Romero war 2017 in der Band von Yvette Landry bei ACBZF. 2018 erlebten wir ihn mit seinem Trio. Das Publikum war von seinem Gitarren- und Akkordeonspiel hin und weg. Aber vor allem hat es den Leuten seine Stimme angetan. Roddie lebt und atmet die Kultur von South­Louisiana. Von der Liebe zu seiner Musik bis zu den Gerichten, die in seinem gusseisernen Topf brodeln. Seine Musik tischt er immer fein gewürzt auf und er ist in der Lage die Frische seiner live Auftritte sogar meisterlich auf CD zu konservieren.

Einer seiner ältesten Freunde ist Michael Juan Nunez, der gerade 2019 beim ACBZF seine Visitenkarte als Solist abgege­ben hat. Er stammt aus Lafayette/Louisiana und hat fünf CDs veröffentlicht. Sein Blues ist frisch und wild. Er komponiert Melodien, die sowohl in der Tradition stehen als auch diese neu erfinden. Kein Wunder, dass auch amerikanische Filmemacher auf ihn aufmerksam wurden und seine Songs als Soundtrack der TV-Serie ‚True Blood‘ verwendeten. Er hat mit Henry Gray, Sonny Landreth, Kenny Wayne Shepherd, Roddie Romero, Corey Harris, Doug Kershaw und der New Orleans­Legende Dr. John gespielt. Er ist oft in der Band von Brother Dege zu hören. 2020 geben sich Roddie Romero und Michael Juan Nunez die Ehre beim ACBZF. Das wird ein Fest für alle Bluesgitar-
risten. „Bring on the Swamp Blues Masters!“