Donnerstag, 10.11.2011 | SOUL CLASSICS MEETS FUNK

MACEO PARKER & WDR BIG BAND
2007 kamen Maceo Parker und die WDR Big Band in Köln erstmals zusammen. Das Ergebnis waren eine Tournee und die Doppel-CD „Roots & Grooves“, die unter Soul- und Funkfreunden in kürzester Zeit zum Kultalbum avancierte. Nach der hier zu findenden explosiven Mischung aus Jazz und Funk kehrt Maceo Parker am heutigen Abend zu seinen Wurzeln im Soul sowie aber auch zu seinen frühen Jahren in der Band von James Brown zurück. In Begleitung der besten Big Band der Welt, wird Maceo uns wohl wieder einmal eine Lektion erteilen.
1943 kommt Maceo Parker in Kingston, North Carolina zur Welt. Da sein Elternhaus ein musikalisches ist, beginnt er bereits in jungen Jahren mit dem Spielen des Tenorsaxophons, wogegen seine Brüder Melvin und Kellies Schlagzeug, beziehungsweise Posaune erlernen. Früh gründen die drei Brüder ihre erste Band, die „Junior Blue Notes“ und beginnen vor Publikum zu spielen. Bestärkt durch die gemachten Erfahrungen gehen die Parkers als fast schon professionelle Musiker aufs College, dies vor allem mit dem Ziel ihre musikalischen Fähigkeiten weiter auszubauen. Bereits während dieser Zeit bekommt Maceo die Möglichkeit mit James Brown zu spielen. Er nutzt sie und eine langjährige Zusammenarbeit beginnt, welche später allerdings oft auch von Konflikten geprägt war. Nach vielen Jahren auf Tour und verschiedenen Projekten, u.a. mit George Clinton, Bootsy Collins und seinem Freund Fred Wesley kehrt Maceo Parker 1984 noch mal zu James Brown zurück. Aber auch diese erneute Zusammenarbeit endet, diesmal mit der Inhaftierung des „hardest working man in showbusiness“. Anfang der 90er nimmt Parker das Soloalbum „Roots Revisited“ auf, das ein durchschlagender Erfolg wird. Vor allem aber bedeutete der damit erzielte Platz 1 in den Billboard Jazz Charts für Maceo Parker einen großer Schritt heraus aus dem Schatten von James Brown. Zwei weitere Veröffentlichungen folgen und er tourt, tourt und tourt. Daneben wird er in zunehmendem Maße zur lebenden Legende über die 1994 auch ein Dokumentarfilm gedreht wird. Im Zuge des Erfolgs von Hiphop wird Parker dann auch von einem jüngerem Publikum entdeckt und nicht umsonst arbeitet er in der Folgezeit mit Künstlern wie De La Soul, Dee Lite und vor allem auch Prince zusammen. Dieses Jahr bringt Maceo zwei herausragende Gäste mit. Bassist Christian McBride spielte noch selbst mit dem „Godfather of Soul“ und war zudem bereits 2009 mit Chick Corea und John McLaughlin in Leverkusen und auch Schlagzeugerin Cora Coleman-Dunham verdiente sich ihre Meriten bei niemand Geringerem als Prince. Gemeinsam werden sie den Geist des Soul und Funk beim heutigen Konzert in Leverkusen wiederbeleben.
Besetzung:
Maceo Parker - saxophone, vocals
Christian McBride - bass
Cora Coleman-Dunham - drums
Michael Abene - Leitung und Arrangement
Johan Hörlén, 1. as
Karolina Strassmayer 2. as
Olivier Peters, 1. ts
Paul Heller 2. ts
Jens Neufang, bs
Wim Both, 1. tp
Rob Bruynen, 2. tp
Andy Haderer, 3. tp
Klaus Osterloh, 4.tp
John Marshall, 5. tp
Ludwig Nuss, 1. tb
Marshall Gilkes, 2. tb
Christophe Schweitzer, 3. tb
Mattis Cederberg, b-tb
Frank Chastenier, p
Paul Shigihara, g












